Monatsarchiv

Juni 2014

Spiel&Spaß

Tomasa Zehlendorf

29. Juni 2014

  

Leider gefloppt  – von allen Tomasa’s das unentspannteste Restaurant

  • Restaurant besser geeignet für Berufstätige (Mittagstisch)
  • Sandkasten am Restaurant
  • Spielzimmer,  jedoch ohne Fenster und nicht sehr sauber
  • Terrasse an der Straße
  • Personal mit Sonderwünschen überfordert
  • Wickeltisch mit Einwegpapier in Behinderten-WC vorhanden

Nachdem ich mit den Tomasa Restaurants (Grunewald, Lichterfelde, Friedenau) durchweg gute Erfahrungen gemacht habe, schlage ich voller Begeisterung meinen Mädels aus dem PEKIP Kurs das Tomasa in Zehlendorf vor. Eigenes Spielzimmer und Rampe für die Kinderwagen lassen mich zuversichtlich stimmen – juchhu denke ich mir – Paula und ihre Jungs spielen im Spielzimmer und wir frühstücken neben dran. So der Plan!

Aber schon das Betreten des Cafés gestaltet sich schwierig. Die hintere automatische Glasschiebetür an der Rampe ist zu. Erst nach mehrmaligem Klopfen öffnet mir eine leicht genervte Kellnerin die Tür. Sie erklärt mir, dass so lange noch kein Sommer ausgebrochen ist, die Tür geschlossen bleibt und ich das mit dem Klopfen schon richtig gemacht habe. Anders ergeht es meinen anderen Müttern – denen wird gar nicht erst geöffnet sondern sie müssen ihre Kinderwagen über die Stufen des Vordereinganges zerren. Auf Nachfrage wurde ihnen mitgeteilt: die Tür an der Rampe bleibt geschlossen!
Trotz Startschwierigkeiten lassen wir uns nicht entmutigen – es geht ins Spielzimmer. Die Kleinen finden es toll und räumen Kinderküche und Bausteinboxen auseinander. Leider sollten auch hier, wie in vielen Spielzimmern in Cafes, die Spielsachen dringend mal gesäubert werden. In Summe wirkt es schmuddelig, geradezu unhygienisch. Gleiches Problem zeigt sich bei den zahlreich vorhandenen Kinderstühlen. Auf meinen Hinweis an die Kellnerin, dass die Kinderstühle schmutzig seien, kam leider keine Reaktion.

Wir bestellen trotzdem bei einem Kellner mit Lockenschopf unser Frühstück – der zumindest anfänglich von unseren Zwergen erstmal angetan ist. Aber als wir unsere Extras (Milchunverträglichkeit und Brei erwärmen) vorbringen, wird er hektisch. Zu bemerken ist, dass das Tomasa zu dem Zeitpunkt nahezu leer ist. Das Breigläschen bekommen wir kalt und nass mit den Worten zurück: „eh Mädels, dass da hinten ist eine Großküche – die haben für so was keine Zeit und jede Mutter will ihren Brei ja anders warm haben“. Diese Ansage führte bei uns zu: „????!!!????“ Ich habe mir dann das Breiglas geschnappt, bin zum Barmann und habe mir heißes Wasser aus der Espressomaschine ziehen lassen – sehr zum Ärger seines Kellnerkollegen, der sich jetzt vorgeführt fühlt. Aber immerhin, dank Eigeninitiative haben wir jetzt warmen Brei.
Was soll ich sagen, auch das Verlassen des Restaurants ging nur mit Nachdruck über die Rampe. Wir haben das Gefühl zu stören und die Kellner scheinen froh als wir wieder gehen.

Warum dann noch 3 von 5 Sternen? Spielzimmer und Sandkasten an der Terrasse draußen sind grundsätzlich ein guter Ansatz und das Essen ist lecker – nur leider ist der Service heillos überfordert. Wer aber Zeit und ein dickes Fell hat, kann mit seinen Zwergen dort auf eine kurze Pause vorbei schauen.

Eure Lara

Tomasa Zehlendorf
Öffnungszeiten: Mo-Fr 8:00 – 1:00 Uhr, Sa-So 9:00- 2:00 Uhr
Adresse: Berliner Straße 8-8a, 14169 Berlin, Telefon: 030 / 81 00 96 00

Alltagsgeschichten

Mütterträume

25. Juni 2014

Das Leben ist nicht nur Disco & Pommes – könnte aber !

Unglaublich, ich sitze im Wohnzimmer und entspanne. Meine Kinder spielen friedlich. Sie machen keinen Unsinn, wie z.B. meine teure und gut riechende Kosmetika neu zu mischen. Sie setzen nicht das Bad unter Wasser, weil sie Steine abwaschen oder ganz dringend ein Experiment durchführen müssen. Sie versuchen nicht akrobatische Kunststückchen vom Hochbett und kämpfen auch nicht mit Holzschwert und Holzbeil, Zahn um Zahn, bis zum ersten Blutstropfen… Nein, sie spielen ganz friedlich und harmonisch zusammen.

Ich rufe meinen Sohn nur ein Mal und er kommt und fragt ganz freundlich, was ich denn von ihm möchte. Nach meiner hervorgebrachten Bitte, gibt er mir eine brauchbare Antwort. Er schaut mich ganz lieb an und verlässt mich Richtung Kinderzimmer mit den Worten: „Mama ich mach mal lieber die Tür zu, damit wir Dich beim Lesen nicht stören und damit Du ein bisschen entspannen kannst! Trink doch Deinen heißen Kaffee, bevor er kalt wird.“ Er gibt mir einen dicken Schmatz bevor er  verschwindet.

Mein Leben ist ganz wunderbar und leicht. Ich verstehe gar nicht, was meine Freundinnen immer stöhnen. Meine Kinder sind ein Traum und das Beste ist, mein Mann liest mir meine Wünsche von den Augen ab. Und dann passiert das Unfassbare:
Der Wecker klingelt und ich muss leider aufstehen…

…Willkommen im wahren Leben:

Zwei Kinder im Entwicklungsschub – nur Fliegen ist schöner!

Ich stehe zu nachtschlafender Zeit auf.  Meine Familie schlummert friedlich weiter – war doch die Nacht von zahlreichen Unterbrechungen geprägt. Geschwind nutze ich die Zeit, um mich ALLEIN und in RUHE im Bad fertig zu machen. Ich wecke meine Kinder und meinen Mann. Es dauert  ewig, bis sie ihre Milch getrunken und sich endlich aus dem Bett gequält haben. Ich muss ALLEN mehrmals erklären, dass es schon spät ist und sie JETZT aufstehen müssen.
Uff geschafft – alle sind aus dem Bett – aber noch lange nicht im Bad! Mein Sohn benötigt mehrere Einladungen bis er endlich vor dem Waschbecken steht und sich waschen lässt –  geht einfach schneller, wenn ich es tue.  Nun versuche ich oder mein Mann den kleinen Pupsfrosch zu wickeln und anzuziehen. Je nach Morgenlaune ist es ganz einfach oder die erste Kraftprobe.
Gefühlt das 4. Mal erinnern wir unseren Großen, sich doch bitte anzuziehen und dann in die Küche zu gehen. Auf unseren Vorschlag  ihn nackt – halbnackt  – oder gegebenenfalls je nach Anziehstatus in die Kita mitzunehmen, reagiert er endlich; wenn auch maulig.

Stelle immer wieder fest, dass es dringend notwendig ist, morgendliche Abläufe immer wieder gebetsmühlenartig herunterzubeten: über Nacht scheinen kleine Heinzelmännchen diese bei unseren zauberhaften Kindern zu löschen. Oder gibt es irgendwelche Genmutationen  oder Alzheimer im Kindesalter??? Ist Ignoranz eine Krankheit?

Sind alle glücklich in der Küche angelangt, geht der Frühstückskampf richtig los. Das vorbereitete Frühstück ist mal wieder nicht das Richtige  oder es muss unbedingt etwas anderes gegessen werden … oder der kleine Pupsfrosch stopft sich lieber mit Süßigkeiten voll. Die Forderung wird sehr energisch verbal und körperlich verdeutlicht. Zunächst zieht sie Einen von uns zur Süßigkeitendose, unsere Einwände beantwortet sie mit Fußaufstampfen und Zeigen oder mit sofortigem durchdringenden Gebrüll. Halleluja – die Nachbarn freuen sich oder sind spätestens jetzt wach.
Haben wir den Kampf ums Anziehen, Eincremen, Jacke anziehen, Mütze aufsetzten geschafft und  die zauberhaften Kleinen abgegeben, bin ich das erste mal durch mit dem Tag, habe keine Worte mehr und brauche dringend einen Kaffee – starken Kaffee!!! Gott sei Dank stimmen mich Sonnenschein und Kinderlächeln froh: Den gleichen Zirkus bei anderen Familien zu sehen,  gibt mir die Gelassenheit, dass wir den gaaaanz normalen Wahnsinn durchleben. Ich erinnere mich dann an die ANE Elternbriefe, in denen steht, dass man durchhalten muss und das viele Reden irgendwann doch Erfolge zeigt.
Ich warte nun sehnsüchtig auf die wenigen vor uns liegenden Wochen, wenn dieser Entwicklungsschub durchgestanden ist, bevor der nächste kommt. 

Eure Caro

Tipps&Tricks

Pflanzenstrumpfhose

23. Juni 2014

Wie schütze ich meine Topfblumen vor meinen Monstern?

  • Praktisch
  • Schnell „aufgebaut“
  • Nervenschonend
  • Preisgünstig
Wer kennt es nicht? Die kleinen Monster fangen an zu laufen und erkunden ihr zu Hause.
Blumentöpfe sind ganz klar im Zielkorridor. Und kleine Finger eignen sich hervorragend um die Erde aus den Töpfen zu pulen. Mein kleines Monster hat es immer und immer wieder gemacht. Und mich hat es zum Wahnsinn getrieben, immer wieder die Erde aufzukehren, Kind sauberzumachen um wenige Minuten später wieder von vorn anzufangen. Ein dejá vu ist die kleine Schwester davon, Sisyphos der große Bruder…
Irgendwann habe ich über die Lösung gelesen oder gehört – weiß nicht mehr so genau. ABER: DAS ERGEBNIS ist TOLL!!! und Nerven schonend!!!
 

Anleitung:
  1. Man nehme eine alte Strumpfhose, mind. 40 den
  2. Für Innendesigner: Strumpfhose passend zum Interieur besorgen
  3. Man suche sich eine 2.Person, die einen Blumentopf halten kann, z.B. seinen Mann, wenn vorhanden; Nachbar geht auch …
  4. Man zieht die Strumpfhose von unten nach oben über den Topf und knotet die Beine hinter dem Topf zusammen
  5. Fertig!
…und auf den Erfolg einen Kaffee …
 Eure Caro
P.S. Solltet Ihr auch praktische Tipps haben, schreibt uns (am besten mit Bild vom Tipp)!
Spiel&Spaß

Mit Tatüütata per Fahrrad raus in die Natur

20. Juni 2014

Und die Monster bequem im Fahrradanhänger untergebracht

Letztes Wochenende war es soweit – Wetter gut, aber nicht zu heiß. Das war der Startschuss endlich unseren neuen Fahrradanhänger (Kids Croozer for2) zu testen. Den Alltagstest (zur Kita, zum Einkaufen etc.) hatte er mit Bravour bestanden. Nun wollten wir eine längere Strecke fahren.

Wir wohnen mitten in der Stadt. Wohin nun mit Kind und Kegel, um möglichst zügig auf dem Rad mit Anhänger raus in die Natur zu kommen? Doch das ist gar nicht so schwierig wie gedacht, denn es gibt zahlreiche Tipps für Radwege in und um Berlin! 

Der Weg ist schnell gefunden – der Pankeweg soll es sein, genauer gesagt ein Abschnitt der Tour Berlin-Usedom. Unsere Strecke führt uns von Berlin Mitte bis nach Bernau und ist alles in allem ca. 35 km lang. Es gibt ein recht gut ausgebautes Fahrradwegenetz, das Mann oder eher Frau beim täglichen Radfahren glatt übersehen kann! Dabei ist es ganz leicht an einem kleinen weißem Schild mit grünem Rad zu erkennen.

Kinder, diverses Spielzeug, Decke und reichlich Proviant eingepackt, geht es mit lautem Tatüütataaa der beiden Kleinen los und macht uns zumindest in Mitte den Weg schnell frei. Ich muss sagen, dass ich sehr überrascht bin, wie schnell wir aus Mitte im Umland sind. Schon nach 5 Minuten sind wir in verkehrsberuhigten Gebieten und nach weiteren 5 Minuten direkt in der Natur an der Panke. Hier teilen sich Fußgänger und Radfahrer den Weg. Obwohl recht viel Leute unterwegs sind, gibt es keine Probleme, da alle aufeinander Rücksicht nehmen. Vorbei an Kleingärten, Wiesen, Feldern, Seen, über Eisen- und Autobahnbrücken, durch Wälder und Parkanlagen vergeht die Zeit ziemlich schnell. Wir  haben immer etwas zu schauen und Neues zu entdecken. Nach einer kurzen Spielplatzrast geht es weiter Richtung Buch, wo wir vor lauter Hunger schließlich spontan auf einem gemähten Feld unser Picknick einlegen. Die Kinder spielen Ball und entdecken immer wieder neue Blumen und kleine Tierchen, während wir die kleine Pause mit  Kaffee und Obst genießen.

 

In der Sonne wird es nachmittags dann doch sehr heiß und trotz Mittagsschlaf der Kinder im Croozer  beschließen wir, auf einen Besuch in Bernau zu verzichten. Vom Picknick gut gestärkt treten wir für den Rückweg erneut in die Pedale, um dann doch noch kurz vorm Ziel an der Eisdiele am Mauerpark einzukehren. Denn das anfängliche Tatüütataaa ist nun der lautstarken – immer wiederkehrenden Forderung „Wiiiir wooooollen Eiiiiissss!!!“ gewichen. Schön, wenn das gesamte Umfeld weiß, was unsere Kinder gerade möchten… 😉

Ganz genaue Informationen über die genaue Route unserer Tour könnt ihr auf den folgenden Seiten nachschauen: Berliner Mauerweg, Blankenburg – Buch, Buch – Bernau 

Eure Nina

Spiel&Spaß

Emma & Paul

10. Juni 2014

Liebe auf den dritten Blick

  • Familiencafé, gute Mischung aus Gastraum, Krabbelecke und Spielzimmer
  • Kleine, einfache Speisekarte – Essen lecker
  • Sehr hübsches ausgefallenes Spielzeug und Babykleidung erwerbbar
  • Service manchmal durchwachsen
  • Keine Spielgebühr

Ja nun drücke ich mich schon eine Weile vor der Bewertung des Familiencafes Emma und Paul – warum nur? Ich bin doch schon so oft mit meiner Paula dort gewesen. Vielleicht weil ich immer überlege, wie ich diesem Cafe gerecht werden kann. Das Cafe hat eine sehr schöne Raumaufteilung. Wenn ihr reinkommt findet ihr gleich rechts gegenüber dem Tresen eine kleine Krabbelecke, die sehr beliebt ist. Man kann sein kleines Krabbelmonster einfach guten Gewissens auf die Decken ins Greifling-Paradies legen. Alles ist sauber und kuschelig weich. Das große Panoramafenster lässt die Kleinen auch das Geschehen draußen beobachten und das tolle: ihr sitzt mit eurem Kaffee oder Essen gleich direkt daneben! Somit eine sehr entspannte Atmosphäre – ich habe schon viele Nachmittage mit anderen Mamas und ihren Zwergen dort verbracht. Meine Paula findet es toll, da sie ganz frech ihre Spielsachen auf das Ikearegal packt und uns beim Essen zusehen kann.

Gleich neben dem Eingang befindet sich ein normaler Gastraum mit Tischen und Stühlen und im hinteren Bereich der mit Kindergittern abgetrennte Spielbereich für die größeren Kinder. Von der Kinderküche über Bobbycars und Lauflernhilfen sowie ein Kletterbereich und noch viel anderem Spielzeug, ist alles da. Und auch hier stehen Tische und Stühle für die Eltern bereit.

Neben der kleinen guten Speisekarte, gibt es am Wochenende immer ein sehr leckeres Frühstücksbuffet. Das Cafe wird sehr gut angenommen – und ist immer gefüllt, daher ist eine Reservierung sinnvoll.

Aber warum nun das zwiespältige Gefühl? Nun ja, ich habe schon unterschiedliche Erfahrung mit dem Service machen dürfen. Leider einTotalausfall bei einem der ersten Frühstückstreffen – die Kellnerin war so lustlos und unfreundlich und hat sich sogar in der Küche lautstark über uns beschwert. O-TON: „echt anstrengend die in der Krabbelecke – am schlimmsten ist die mit den dunklen Haaren – die ist echt arrogant“ Ich konnte es gar nicht fassen. Sie meinte tatsächlich mich!!! Und dabei hatte ich mir wirklich Mühe gegeben und meine Extrawünsche behutsam adressiert – nun ja vielleicht lässt sich eine gewisse Erwartungshaltung in Körperhaltung und Mimik nicht leugnen – aber Haaaalloooo, ich bin ja schließlich zahlender Gast. Ich kann euch aber beruhigen. Es gibt auch sehr liebevolle, aufmerksame Kellnerinnen (z.B.: Nina). Insofern ist der Service leider eine echte Glückssache.

Der Wickelbereich ist in Ordnung – manchmal gibt es sogar Babyfeuchttücher und eine Einwegunterlage. Kinderstühle sind zahlreich vorhanden.

Wegen des manchmal durchwachsenen Services gibt es leider nur
4 von 5 Sternen.

Eure Lara

Emma & Paul
Öffnungszeiten: Mo-Fr  9.30 bis 18.30 Uhr, Sa-So 10:00 – 18:30 Uhr
Adresse: Gleditschstraße 47, 10781 Berlin-Schöneberg, Tel.: 030/23 62 83 68